Stunde Null

Daten

Produktionsland, Jahr
BRD, 1977
Länge
3037 m, 112 min
Format
35mm, 1:1,66
Bild/Ton
s/w, Ton
FSK
ab 6 Jahre / feiertagsfrei: Nr. 49028, 06. April 1977
Uraufführung
TV-Erstsendung: ARD/West 3 08.März 1977

Cast

Joschi
Kai Taschner
Isa
Anette Jünger
Mattiske
Herbert Weißbach
Paul
Klaus Dierig
Franke
Günter Schiemann
Frau Unterstab
Erika Wackernagel
Fahrradjunge
Torsten Henties

Crew

Regie
Edgar Reitz
Drehbuch
Peter Steinbach
Edgar Reitz
Karsten Witte (Mitarbeit)
Petra Kiener (Mitarbeit)
Regie-Assistenz
Petra Kiener
Kamera
Gernot Roll
Kameraassistenz
Rainer Lanuschny
Standfotos
Christian Reitz
Schnitt
Ingrid Broszat
Kostümbild
Gerlind Gies
Produzent
Edgar Reitz
Herstellungsleitung
Bernd Eichinger
Redaktion
Joachim von Mengershausen
Produktionsleitung
Martin Häussler
Produktionsfirma
Edgar Reitz Filmproduktions GmbH (München) in Zusammenarbeit mit Solaris Film- und Fernsehproduktion, Bernd Eichinger oHG (München),
Westdeutscher Rundfunk (WDR) (Köln)
Aufnahmeleitung
Rolf M. Degener
Robert Busch
Ausstattung
Winfried Hennig
Schnittassistenz
Annette Dorn
Ton
Vladimir Vizner
Musik
Nikos Mamangakis

Inhalt

Auf der Konferenz von Jalta im Februar 1945 einigen sich Präsident Roosevelt, Premier Churchill und Marschall Stalin auf die endgültigen Grenzen der 4 Besatzungszonen, in die Deutschland nach dem Krieg geteilt werden sollte.
Doch der weitere Kriegsverlauf hält sich nicht an diese Vereinbarungen. So haben bei der Kapitulation am 7. Mai amerikanische Truppen Thüringen und weite Teile von Sachsen besetzt, Gebiete, die den Russen zugesprochen worden waren. Erst am 1. Juli ziehen die Amerikaner von dort wieder ab. Tage später rückt die Rote Armee nach.
Joschi, einer der vielen tausend Jugendlichen, die nach Ende des Zweiten Weltkrieges durchs Land treiben, ist auf dem Weg nach Leipzig-Möckern mitten durch die abziehenden amerikanischen Truppen. Wenn er den Nazischatz, der dort auf dem Friedhof vergraben sein soll, gefunden hat, will er auf seinem alten deutschen Militärmotorrad hinter den bewunderten Männern aus Amerika herfahren. In der Vorstadt Möckern sind die meisten Menschen aus Angst vor den Russen ins Zentrum geflüchtet. Die Übriggebliebenen, der alte Eisenbahner Mattiske, der im stillgelegten Stellenwerk Fahrräder repariert und Hoffnungen auf die Russen setzt, die stämmige Frau Unterstab, die eine kleine Gärtnerei betreibt und Isa, ein Flüchtlingsmädchen aus dem Süden, bei sich aufgenommen hat, der Invalide Paul, der trotz Erfahrungen als Soldat im Krieg nur so herumschwimmt ohne Überblick und Einsicht, der ewige Opportunist Franke, einst Blockwart, Mitglied des Antifakomitees, schließlich Motek, der als polnischer Zwangsarbeiter nach Deutschland kam, jetzt mit einem erbeuteten Karussell herumzieht und damit Geschäfte zu machen sucht — sie alle vertreiben sich mit Zänkereien, erinnerungsseligem Festefeiern und angespanntem Dahindösen die Zeit bis zu ihrem Tag der Zweiten Befreiung durch die Rote Armee.
Als Joschi Tage später auf eine amerikanische Militärpolizeistreife stößt, verliert er seine geliebte amerikanische Fliegerjacke, den Schmuck und Isa, seine Freundin. Allein bleibt er auf einer Landstraße zurück.