Daten
Produktionsland, Jahr
BRD, 1978
Länge
3281 m, 120 min
Format
35mm, 1:1,66 Eastmancolor, Ton
FSK
ab 6 Jahre / feiertagsfrei: Nr. 50360, 28-NOV-78
Uraufführung
Ulm: Kammer-Lichtspiele 19. Dez. 1978
Cast
Albrecht Ludwig Berblinger
Tilo Prückner
Kaspar Fesslen
Vadim Glowna
Anna Berblinger
Hannelore Elsner
Jakob Degen
Harald Kuhlmann
Schlumberger
Dieter Schidor
Pointet
Rudolf Wessely
Irma
Marie Colbin
Kratzky
Herbert Prikopa
Annas Mutter
Dana Medřická
Moretti
Otto Lackovic
Fritz
Michael Hoffbauer
Herr von Besserer
Ivan Vyskocil
Herzog Heinrich
Bronislav Poloczek
König Friedrich
Karel Augusta
Josef
Jan Kraus
Francois
Peter Pospickel
Vater Scheiffelin
Svatopluk Beneš
Nachbar
Otto Budin
Nachbar
Jiri Prymek
Crew
Regie
Edgar Reitz
Drehbuch
Edgar Reitz
Petra Kiener
Petra Kiener
Regie-Assistenz
Petra Kiener
Elmar Klos
Jan Krizék
Elmar Klos
Jan Krizék
Kamera
Dietrich Lohmann
Martin Schäfer (Modell-Flugaufnahmen)
Martin Schäfer (Modell-Flugaufnahmen)
Kameraassistenz
Michael Zens
Bohuslav Rath
Bohuslav Rath
Schnitt
Sigrun Jäger
Kostümbild
Jan Kropáček
Barbara Gailling
Barbara Gailling
Maskenbild
Josef Lojik
Produzent
Edgar Reitz
Produktionsleitung
Peter Genée (Gesamtleitung)
Jan Kadlec
Jan Kadlec
Produktions-Assistenz
Mareela Dobnourka
Produktionsfirma
Edgar Reitz Filmproduktions GmbH (München)
Aufnahmeleitung
Helena Strnadova
Licht
Hans Dreher
Requsite
Miloslav Dvořák
Bühne
Hans Dreher
Bauten
Winfried Hennig (Entwürfe)
Franz Bauer
Franz Bauer
Bau-Ausführung
Karel Vacek
Ludvik Siroky
Milos Preclik
Ludvik Siroky
Milos Preclik
Schnittassistenz
Evelyn Schmidt
Ton
Miloslav Hurka
Martin Müller
Martin Müller
Musik
Nikos Mamangakis
Mischung
Rainer Lorenz
Inhalt
Ende des 18. Jahrhunderts: Albrecht Berblinger, Schneidergeselle, ist zu Fuß unterwegs von Wien nach Ulm, seiner Heimatstadt. In seinem Gepäck ein ausgestopfter Bussard, in seinem Kopf ein schwindelerregender Traum: Der Traum vom Menschenflug, von vogelgleichen Reisen durch die Luft. Da hört er einen Hilferuf. Eine riesige Luftkugel schwebt am Himmel, und Berblinger fängt zu rennen an.
Er rennt in eine Kette von Ereignissen, die sein Leben bestimmen werden. Wer da in der Ballongondel verzweifelt um Hilfe ruft, ist Irma Moretti, die Freundin des Konstrukteurs und Luftschiffers Jakob Degen aus Wien. Berblinger hilft bei Irmas Rettung, die „da oben im Luftmeer“, von dem Berblinger träumt, „fast ersoffen“ wäre.
Gasballone und Luftkugeln gibt es erst seit wenigen Jahren, und schon basteln Europas Träumer an Geräten, mit denen sie vogelgleich nach freiem Willen fliegen wollen. Jakob Degen hat ein absonderliches Flattergerät gebaut und demonstriert es im Reitsaal der Wiener Universität. Mit großer Begeisterung beteiligt sich Berblinger von nun an an Degens Plänen vom Menschenflug.
In seiner Heimatstadt Ulm, wohin er schließlich doch zurückkehrt, sind solch fantastische Träumereien nicht vorgesehen. Berblinger soll „auf den Boden zurückkommen“, doch weder eine bürgerliche Ehe noch der goldene Boden seines Handwerks können ihn halten. Immer wieder baut er in monatelanger Mühe Flügel. Bis zur Erschöpfung nimmt er in einem entlegenen Tal vor der Stadt Anlauf um Anlauf, verletzt sich die Knochen, verliert seine Frau, sein Geschäft, sein Geld und baut Bruch um Bruch. Sein Wiener Freund Degen, auf der Durchreise nach Paris, besucht ihn in Ulm. Hat Degen inzwischen das Problem des Flie-gens gelöst? Ist Berblinger in seinem Provinznest mit allem, was er wagt, zu spät – oder zu früh?
Die Wucht geschichtlicher Ereignisse reißt Berblinger aus seinen besessenen Träumen. Die französische Revolution, die Kriege der deutschen Fürsten und Reichsstädte gegen Frankreich, Bürgerunruhen und Aufstände gegen die korrupte Ulmer Stadtobrigkeit bringen eine Wende in Berblingers Leben. Er schließt Freundschaft mit dem Ulmer Jakobiner und Anführer des BürgeraufStandes Caspar Fesslen, erlebt mit dem politischen Freund eine neue Realität. Unterdrückung, Angst, kleinbürgerliches Duckmäusertum, Ächtung durch die Mitbürger, Gefangenschaft. Doch er kehrt aus der Haft mit einer entscheidenden Idee zurück: Die neuen Flügel, die er einsam und ausgestoßen von der Ulmer Gesellschaft, baut, tragen ihn. In immer größeren Luftsprüngen lernt er wirklich fliegen und betritt als erster Mensch den freien Raum zwischen Erde und Himmel.
Die Anhänglichkeit an seinen Freund Fesslen ist die einzige Verbindung, die Berblinger noch zur Ulmer Welt unterhält. Fesslen todkrank aus dem Gefängnis zurückgekehrt, druckt in seiner Werkstatt das politische Testament der süddeutschen Jakobinerbewegung, seinen utopischen Traumflug in eine bessere Gesellschaft, und stirbt, ehe er Berblinger in der prekärsten Lage seines Lebens helfen kann.
Anläßlich des Königsbesuchs soll Berblinger einen Flug über die Donau wagen. Plötzlich interessiert man sich für ihn und 10.000 Menschen aus der Umgebung haben sich unter seinem Sprungturm versammelt. Doch kurz vor dem Start macht der „Vogelmensch“ eine haarsträubende neue Entdeckung: Aufwinde tragen ihn zwar an seinen gewohnten Übungshang, aber gefährliche Abwinde am Fluß drücken ihn mit Zentnerlast nach unten. König und Erzherzog, Magistrat und Offiziere und das ungeduldige Volk sind nur noch eine Meute, die den genialen Erfinder und Künstler ins Verderben hetzen. Er stürzt und muß um sein Leben fliehen. Aber seine Fantasie ist nicht zu stürzen, sie fliegt unbeirrbar weiter und stellt die sogenannte Wirklichkeit auf den Kopf.
Er rennt in eine Kette von Ereignissen, die sein Leben bestimmen werden. Wer da in der Ballongondel verzweifelt um Hilfe ruft, ist Irma Moretti, die Freundin des Konstrukteurs und Luftschiffers Jakob Degen aus Wien. Berblinger hilft bei Irmas Rettung, die „da oben im Luftmeer“, von dem Berblinger träumt, „fast ersoffen“ wäre.
Gasballone und Luftkugeln gibt es erst seit wenigen Jahren, und schon basteln Europas Träumer an Geräten, mit denen sie vogelgleich nach freiem Willen fliegen wollen. Jakob Degen hat ein absonderliches Flattergerät gebaut und demonstriert es im Reitsaal der Wiener Universität. Mit großer Begeisterung beteiligt sich Berblinger von nun an an Degens Plänen vom Menschenflug.
In seiner Heimatstadt Ulm, wohin er schließlich doch zurückkehrt, sind solch fantastische Träumereien nicht vorgesehen. Berblinger soll „auf den Boden zurückkommen“, doch weder eine bürgerliche Ehe noch der goldene Boden seines Handwerks können ihn halten. Immer wieder baut er in monatelanger Mühe Flügel. Bis zur Erschöpfung nimmt er in einem entlegenen Tal vor der Stadt Anlauf um Anlauf, verletzt sich die Knochen, verliert seine Frau, sein Geschäft, sein Geld und baut Bruch um Bruch. Sein Wiener Freund Degen, auf der Durchreise nach Paris, besucht ihn in Ulm. Hat Degen inzwischen das Problem des Flie-gens gelöst? Ist Berblinger in seinem Provinznest mit allem, was er wagt, zu spät – oder zu früh?
Die Wucht geschichtlicher Ereignisse reißt Berblinger aus seinen besessenen Träumen. Die französische Revolution, die Kriege der deutschen Fürsten und Reichsstädte gegen Frankreich, Bürgerunruhen und Aufstände gegen die korrupte Ulmer Stadtobrigkeit bringen eine Wende in Berblingers Leben. Er schließt Freundschaft mit dem Ulmer Jakobiner und Anführer des BürgeraufStandes Caspar Fesslen, erlebt mit dem politischen Freund eine neue Realität. Unterdrückung, Angst, kleinbürgerliches Duckmäusertum, Ächtung durch die Mitbürger, Gefangenschaft. Doch er kehrt aus der Haft mit einer entscheidenden Idee zurück: Die neuen Flügel, die er einsam und ausgestoßen von der Ulmer Gesellschaft, baut, tragen ihn. In immer größeren Luftsprüngen lernt er wirklich fliegen und betritt als erster Mensch den freien Raum zwischen Erde und Himmel.
Die Anhänglichkeit an seinen Freund Fesslen ist die einzige Verbindung, die Berblinger noch zur Ulmer Welt unterhält. Fesslen todkrank aus dem Gefängnis zurückgekehrt, druckt in seiner Werkstatt das politische Testament der süddeutschen Jakobinerbewegung, seinen utopischen Traumflug in eine bessere Gesellschaft, und stirbt, ehe er Berblinger in der prekärsten Lage seines Lebens helfen kann.
Anläßlich des Königsbesuchs soll Berblinger einen Flug über die Donau wagen. Plötzlich interessiert man sich für ihn und 10.000 Menschen aus der Umgebung haben sich unter seinem Sprungturm versammelt. Doch kurz vor dem Start macht der „Vogelmensch“ eine haarsträubende neue Entdeckung: Aufwinde tragen ihn zwar an seinen gewohnten Übungshang, aber gefährliche Abwinde am Fluß drücken ihn mit Zentnerlast nach unten. König und Erzherzog, Magistrat und Offiziere und das ungeduldige Volk sind nur noch eine Meute, die den genialen Erfinder und Künstler ins Verderben hetzen. Er stürzt und muß um sein Leben fliehen. Aber seine Fantasie ist nicht zu stürzen, sie fliegt unbeirrbar weiter und stellt die sogenannte Wirklichkeit auf den Kopf.
