
Unerfüllbare Sehnsucht nach Heimat – die Volkserzählung kennt einen zauberhaften Ort, der sich immer weiter entfernt, je näher man ihm zu kommen versucht. Auch Heimat bleibt in diesem Sinne unerreichbar. Man weiß, dass sie existiert, auch wenn man niemals wirklich dort gewesen ist. Heimat, so der Philosoph Ernst Bloch (Das Prinzip Hoffnung), ist etwas, das allen in die Kindheit scheint, und worin noch niemand war. In eine ferne Vergangenheit entrückt, bleibt die Heimat ein ewiges Suchbild, die Heimkehr eine endlose Suchbewegung. Aus diesem Grund entzünden sich an dem Thema der Heimat Phantasien – in der Literatur, im Film, im Leben. Das Bild der Heimat ist stets ein persönliches, nicht objektivierbares – so sehr es auch an geografische, politische oder historische Fakten gebunden sein mag. Die Kluft, die sich dabei nicht selten zwischen der vorgestellten und der realen, der vermissten und der erlebten Heimat auftut, macht die Auseinandersetzung mit ihr zu einer besonderen Herausforderung, der sich die Autoren des vorliegenden Buches stellen. Ausgangspunkt des Buches war eine Ringvorlesung an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz zu dem Thema Heimat in Literatur und Film.
Herausgeber : Gardez
Erscheinungstermin : 4. Oktober 2005
Auflage : 1.
Sprache : Deutsch
Seitenzahl der Print-Ausgabe : 384 Seiten
ISBN-10 : 3897960397
ISBN-13 : 978-3897960398
